Am 19. Juli ist das Schützenfest des SV Hanstedt mit der Proklamation zu Ende gegangen. Damit fanden die drei grün-weißen Tage Ihren Höhepunkt. Ganz Hanstedt war gespannt, ob es in diesem Jahr einen neuen Schützenkönig geben würde oder ob ein weiteres Jahr die Republik ausgerufen werden musste. Das Triumvirat aus Präsident Peter Ehrhorn, 1. Kommandeur Thomas Lohff und 1. Schießwart Andreas Kleemann führte wie gewohnt souverän durch die Proklamation. Für alle drei war es das letzte Schützenfest in ihren jeweiligen Positionen. Zentraler Bestandteil des Schützenfestes war natürlich das Vogelschießen. Zum ersten Mal durften auch Frauen auf den Vogel schießen. Als erste Frau in der Geschichte des SV Hanstedt errang Jaqueline Bahls ein Vogelteil auf dem Schützenfest. Sie schoss mit dem 26. Schuss das Zepter vom Vogel ab. Die weiteren Vogelteile gingen an Andre Kann (Kopf, 50. Schuss), Martin Engelmann (Schwanz, 40), Julius Wiesner (Reichsapfel, 23), Bernd Schröder (Silberflügel, 31) und Werner Schröder (Goldflügel, 32). Auch die Jungschützen schossen nach mehrjähriger Pause wieder mit dem Luftgewehr auf einen hübsch bemalten Vogel. Die Vogelteile gingen an Alexander Wurth (Kopf, 59. Schuss), Ricardo Gooth (Schwanz, 26), Constantin Kann (Reichsapfel, 18), Louis Witte (Zepter, 4), Niklas Rabenstein (Silberflügel, 34) und Stella Isernhagen (Goldflügel, 41). Die Jungschützenkompanie wird dieses Jahr auch wieder von einem König angeführt. Louis Witte konnte sich unter insgesamt neun Bewerbern durchsetzen. Mit dem 25. Schuss streckte er den Rumpf in den Sand. Der Jugendwart Martin Engelmann war der erste Gratulant. Zu seinen Adjutantinnen erwählte er sich Lena Schipper und Celine Völker. Damit ist das Königshaus der Jungschützen dieses Jahr komplett in Ollsener Hand.
Auch abseits des Vogelstandes wurde während des Schützenfestes geschossen. Die von der letzten Damenkönigin Sylvia Müller gestiftete Ehrenscheibe der Königin schoss mit einem 467,3 Teiler Birgit Schröder. Über den Sachpreis der Jugend durfte sich mit einem 444,2 Teiler Stella Isernhagen freuen, gefordert war ein 444 Teiler. Der von Peter Ehrhorn gestiftete Ehrenpreis des Präsidenten ging an Andreas Kleemann mit einem 132,9 Teiler, gefordert war ein 76 Teiler. Ebenso wie die von Bürgermeister Gunnar Hofmeister gestiftete Bürgermeisterscheibe. Hier reichte ein 48,7 Teiler. Der Bestmannorden wurde in vier Altersklassen vergeben. In der Schützenklasse errang ihn Lena Schipper mit 28 Ringen, in der Altersklasse ging der Orden an Jens Betka mit 26 Ringen und Christiane Stürwold errang den Orden mit 29 Ringen in der Seniorenklasse. Bei den Jungschützen reichten Stella Isernhagen 27 Ringe. Der Wanderpreis der Gemeinde wurde mit 20 Ringen ebenfalls von Jens Betka errungen. Niklas Beecken erhielt den von Olaf Muus gestifteten Samtgemeindebürgermeisterorden mit einem Gesamtteiler von 1512,5 und Constantin Kann erhielt mit einem 786,8 Teiler den Volksbankorden gestiftet von der Volksbank Lüneburger Heide e.G., hier war ein 10. Platz gefordert. Den von den Familien Bernd, Detlef und Werner Schröder gestiftete Schröderorden schoss Niki Mia Gehrken mit einem 387,5 Teiler, gefordert war ein Teiler von 403, das Gesamtalter der Familienmitglieder. Der MuSoVaTo-Wanderpreis geht an dasjenige Team bestehend aus zwei Schützen zweier unterschiedlicher Generationen einer Familie, die die geringste Summe ihrer jeweilig besten Teiler hatten. 2026 ging der Preis an Stefan und Alexander Wurth mit einem addierten Teiler von 590. Die Damenkompanie hatte einen besonderen Preis auszuschießen. Der Damenpokal und 50 € Preisgeld, gestiftet von Bernd Tillenburg, ging mit einem 232 Teiler an Griet Schröder, gefordert war ein 199 Teiler. Den Goldpokal, gestiftet von Uhren Dittmer, erhielt Tobias Rieckmann mit einem 453,0 Teiler. Gefordert war ein 444 Teiler. Auch drei hervorragend bemalte Ehrenscheiben gab es in diesem Jahr zu erringen. Die von Jörn Bargmann gestiftete Scheibe, die das Quarrendorfer und Hanstedter Wappen Hand in Hand vor der Hanstedter Kirche zeigt, ging mit einem 563,4 Teiler an Andre Kann, gefordert war ein 567 Teiler. Die von Andreas Kleemann gestiftete Ehrenscheibe, die zwei Rebhühner, den Vogel des Jahres 2026, zeigt, errang Jan Ole Beecken mit einem 777,7 Teiler, gefordert war ein 777 Teiler. Über die Ehrenscheibe des Tresenteams, die mehrere tierische Zapfhähne zeigt, freute sich Elsbeth Arnold sichtlich. Sie sicherte sich die Scheibe mit einem 278,7 Teiler, der zum benötigten 11. Platz reichte.
Die Bogenabteilung des SV Hanstedt hat ebenfalls ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt und einen eigenen Vogel gerupft. Kopf und Krone wurden von Martin Bahls geschossen, Apfel und linker Flügel gingen an Carsten Hetzel, Niki Mia Gehrken durfte sich über den rechten Flügel freuen, das Zepter fiel beim Schuss von Alexander Wurth und der glückliche Schütze des Schwanzes ist Johannes Wurth. Neuer Bogenkönig ist ebenfalls Johannes Wurth geworden. Neuer Glückskönig wurde Pastor a.D. Georg Buhr. Niki Mia Gehrken darf sich nun beste Bogenschützin 2026 nennen.
Auch die Schützen unserer befreundeten Vereine konnten am Schützenfestwochende in den sportlichen Wettstreit treten. Ausgeschossen wurde der beste Nachbar Orden. Mit einem 130,2 Teiler errang ihn Carsten Henk vom SV Schierhorn. Gäste, die nicht einem Schützenverein angehören, konnten auf die Würde des Gästekönigs schießen. Melanie von Pluto wurde mit einem 433,0 Teiler die neue Gästekönigin des SV Hanstedt. Die Kleinen des Schützenfestes ermittelten am Sonntag an der Schießbude den Kinderkönig und die Kinderkönigin. Neuer Kinderkönig ist Frieder Steinmetz, neue Kinderkönigin wurde Celina Daedler. Für die Feuerwehrleute, die während des Marschierens für die Sicherheit der Schützen sorgen, wird der Wilhelm-Benecke-Gedenkpreis unter den Feuerwehrleuten ausgeschossen. Mit 90 Ringen errang ihn Stefan Wurth. Alle Ergebnisse sind kompakt auch unter Schützenfest – Ergebnisse zu finden.
Das Schützenfest hat den ganzen Ort drei Tage lang in grün-weißer Hochstimmung gehalten. Freitag der Beginn mit Kranzniederlegung und Zapfenstreich, Samstag mit der fantastischen und bestens besuchten Schützen Party und als Höhepunkt fand am Sonntag das Königsschießen statt. Drei Schützenschwestern nutzten die Gelegenheit die erste Schützenkönigin des SV Hanstedt zu werden und versuchten sich an der Herausforderung. Die letzte Damenkönigin Sylvia Müller, ihre Adjutantin Yvonne Schröder und die vorletzte Damenkönigin Elsbeth Arnold. Nachdem die drei sich in einem Kreis wie bei einer Fußballmannschaft gegenseitig Glück gewünscht hatten, ging der Dreikampf um die Königinnenwürde los. Der Vogel, der im Laufe des Wochenendes schon einiges einstecken musste, hielt sich wacker, konnte den 45 gut platzierten Schüssen der Anwärterinnen jedoch nicht lange standhalten. Den entscheidenden 45. Schuss gab Elsbeth Arnold ab. Die beiden unterlegenen Kandidatinnen waren die ersten Gratulantinnen der neuen Königin, die danach standesgemäß auf Schultern aus dem Schießstand getragen wurde, um sie dem Volk zu präsentieren. Als neue Schützenkönigin regiert nun ein Jahr I.M. Elsbeth „die Erste“ Arnold in Hanstedt, die erste Schützenkönigin in der 76-jährigen Geschichte des Vereins. Elsbeth Arnold ist seit 10 Jahren Mitglied im Schützenverein, nachdem sie nach Hanstedt gezogen ist. In ihrer Ansprache an „ihr“ Volk dankte die neue Schützenkönigin dem gesamten Verein für die herzlich Aufnahme in ihre Mitte damals. Außerdem dankte sie ihren Adjutantinnen, die dieses Jahr mit ihr gestalten wollen. Als Adjutantinnen erwählte sich Elsbeth Arnold zwei Yvonne und Birgit Schröder. Beide sind langjährige Mitglieder des SV Hanstedt, begnadete Schützinnen und immer mit einer helfenden Hand für den Verein da, sei es in der Schießkommission oder beim Verkauf der Scheiben. Beide waren schon mehrfach Adjutantinnen der Damenkönigin. Birgit Schröder war zudem bereits Damenkönigin. Yvonne Schröder war 2018/19 unter S.M. Norman „der Fiedele Heidjer“ bereits Adjutantin. Eine sehr kompetente, gut vernetzte und breit aufgestellte Königscrew freut sich auf die kommenden 12 Monate. Die neue Königin wünschte sich auf der Proklamation von ihrem Volk, dass viele sie und ihre Königscrew auf den Königsbällen und Schützenfesten jetzt und im nächsten Jahr begleiten werden und so zu einem unvergesslichen Königsjahr beitragen. /job










































































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